Grußwort von Dr. Heinz Bühler, Vize-Präsident der DUsG zur Feier des 26. Jahrestages der Unabhängigkeit der Republik Usbekistan

Grußwort zur Feier des 26. Jahrestags der Usbekischen Unabhängigkeit

Generalkonsulat der Republik Usbekistan, Frankfurt, am Main am 11. Dezember 2017

Foto Herr Bühler
Foto Generalkonsulat

Sehr geehrter Herr Generalkonsul,

liebe usbekischen Freunde,

liebe deutschen Freunde Usbekistan

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Für mich ist es eine große Ehre und ganz persönlich auch eine große Freude, Ihnen im Namen der deutsch-usbekischen Gesellschaft die herzlichen Grüße und Glückwünsche zum 26. Jahrestag der Unabhängigkeit der Republik Usbekistan zu überbringen.

Seit vielen Jahren feiern wir den Tag der Unabhängigkeit zusammen mit unseren usbekischen Freunden, und wir freuen uns mit ihnen über diesen Tag vor 26 Jahren, der Usbekistan die Unabhängigkeit und staatliche Souveränität gebracht hat. Usbekistan hat damals – wie es der usbekische Botschafter beim 10. Jahrestag der Gründung der deutsch-usbekischen Gesellschaft gesagt hat — den schwierigen Weg beschritten, eine offene demokratische Gesellschaft  zu errichten. Oder wie es in der Präambel der Verfassung dann ausgedrückt wurde, einen Weg beginnend mit der Verkündung der Treue zu den Menschenrechten,  der Verantwortung vor den jetzt lebenden und nachfolgenden Generationen, der Wahrung der Ideale der Demokratie und sozialen Gerechtigkeit, der Priorität der allgemein anerkannten internationalen Rechtsnormen und der Aufgabe der Schaffung eines humanen demokratischen Rechtsstaates.

Usbekistan hat sich mit der Erklärung der Unabhängigkeit als ein vollberechtigtes Subjekt der internationalen Beziehungen dargestellt. Das ist wichtig für die Juristen und für das Völkerrecht; es enthält aber auch ein Bekenntnis zu einer Öffnung Usbekistans nach außen für die usbekischen Bürgerinnen und Bürger, und die Möglichkeit, direkte Kontakte mit den Menschen anderer Völker und Staaten aufzunehmen.

Deshalb ist die Feier der Unabhängigkeit für uns, die deutsch-usbekische Gesellschaft, immer auch eine Feier der damals geschaffenen Möglichkeit, die Menschen in Usbekistan mit den Menschen bei uns in Deutschland zusammen zu bringen, Kontakte zu schaffen über die staatlichen Beziehungen hinaus. Es ist unsere feste Meinung, dass eine staatliche Beziehung von Ländern auf  Dauer nicht bestehen oder wirklich auf gutem Grund stehen kann, wenn sich die Menschen beider Länder nicht kennen lernen können, nichts voneinander wissen, sich damit auch nicht verstehen können, und damit die staatlichen Beziehungen nicht wirklich mit Leben ausfüllen können.

Schon 3 Jahre nach der Unabhängigkeit Usbekistans ist so die deutsch-usbekische Gesellschaft von deutschen Freunden Usbekistans gegründet worden und hat damit sehr schnell von den neuen Mög-lichkeiten der Öffnung Usbekistans nach außen Gebrauch gemacht. Die Pflege und der Ausbau der deutsch-usbekischen Beziehungen auf allen Gebieten, auf kulturellem, wissenschaftlichen und wirtschaftlichem Gebiet ist Ziel und Zweck der Gesellschaft; verwirklicht werden soll dies durch Treffen, Seminare, kulturelle Veranstaltungen, Besuche von Delegationen, Reisen und Studenten- und Schüleraustausch. Die Zahl der Veranstaltungen und der verschiedenen Projekte, die in all den Jahren seit Gründung der Gesellschaft verwirklicht worden sind, ist in der Tat beeindruckend.

Wenn das wesentliche Ziel der Gesellschaft die Pflege und der Ausbau der freundschaftlichen Be-ziehungen zwischen den beiden Völkern ist, so ist damit klar, dass die direkten Beziehungen und Begegnungen der Menschen beider Länder im Vordergrund stehen. Aber wir sind uns auch darüber im klaren, dass die Verwirklichung dieser Ziele nicht ohne die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen in beiden Ländern funktionieren und Erfolg haben kann.

Deshalb ist der heutige Tag, die Feier der Unabhängigkeit der Republik Usbekistan, für uns von der deutsch-usbekischen Gesellschaft gleichzeitig auch ein Tag / ein Anlass, unseren Dank deutlich zu machen für die exzellente Zusammenarbeit und großzügige und verständnisvolle Unterstützung, die wir durch das Generalkonsulat in Frankfurt, die usbekische Botschaft in Berlin, die Regierung der Republik Usbekistan und auch durch die Stadt Bonn im Rahmen ihrer Partnerschaft mit Buchara erfahren. Ohne diese Unterstützung und verständnisvolle Begleitung unserer Arbeit könnten wir die Ziele, die wir uns selbst gesteckt haben, nicht verwirklichen. Deshalb im Namen unserer deutsch-usbekischen Gesellschaft ganz herzlichen Dank.

Wir sind zuversichtlich und entschlossen, unsere Arbeit in diesem Sinne und mit unseren Partnern in Usbekistan und in Deutschland weiter zu führen. Wir begleiten Ereignisse und Entwicklungen   in Usbekistan immer mit großem Interesse und großer Anteilnahme. Wir freuen uns über die positiven Signale aus Usbekistan mit den Schritten zu weiterer Liberalisierung und Stärkung der Wirtschaft, mit der Verbesserung der Beziehungen zu den Nachbarstaaten und den neuen Strukturen für den direkten Kontakt zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit dem Präsidenten, mit Regierung und Verwaltung. Das alles trägt zu weiterer Offenheit und Öffnung bei, die für uns alle einen fruchtbaren Boden für die weitere Zusammenarbeit bietet.

Bitte begleiten auch Sie uns in Zukunft mit Ihrem Interesse an den Entwicklungen, die wir nehmen, mit Ihrem Rat und Ihrer Unterstützung, damit die Feier der Unabhängigkeit immer auch eine Feier der Freundschaft zwischen den Menschen in unseren beiden Ländern ist und wir so die staatlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern mit der Beziehung zwischen Menschen und damit mit Leben erfüllen können.

In diesem Sinne wünsche ich der Republik Usbekistan und unserer Freundschaft alles nur erdenklich Gute, und möchte das tun mit den Worten, die ich aus meiner Zeit als Student an der Universität noch in Erinnerung habe:  Usbekistan, unsere usbekischen Freunde und unsere Freundschaft – vivant, crescant, floreant. Mögen sie leben, wachsen und blühen.