Nachruf Wolfgang Schreiber

Wolfgang Schreiber

Die Nachricht aus Taschkent, dass Herr Wolfgang Schreiber uns für immer verlassen hat, hat uns alle sehr betroffen gemacht.

Er war ein Mann der ersten Stunde in unserer Deutsch-Usbekischen Gesellschaft, der er viele Jahre auch als Vizepräsident gedient hat. Nach seiner Versetzung nach Taschkent als Repräsentant der Konrad-Adenauer-Stiftung war er auch in dieser Funktion ein stets ansprechbarer, engagierter und hilfreicher Partner für uns in Usbekistan geblieben.

Für die Konrad-Adenauer-Stiftung hat er in Taschkent in schwierigen Zeiten 1994 das erste Landesbüro in Zentralasien mit großem persönlichen Einsatz und viel Elan aufgebaut. Als sein damals in der Zentrale für ihn zuständiger Regionalreferent habe ich seiner Pionierarbeit stets großen Respekt gezollt.

Wolfgang Schreiber hat sich Usbekistan und seinen Menschen vom ersten Moment an sehr verbunden gefühlt. Nach seiner Pensionierung ist er auch nicht nach Deutschland zurückgekehrt, sondern in seiner neuen Wahlheimat geblieben, in der er sich so wohlgefühlt hatte.

Aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste für die deutsch-usbekischen Beziehungen hat der Präsident der Republik Usbekistan Wolfgang Schreiber als ersten deutschen Staatsbürger den höchsten Orden «Dustlik» (Freunschaft) verliehen.

In seinem neuen Einsatzland engagierte er sich dort genauso aktiv in der Usbekisch-Deutschen Freundschaftsgesellschaft.

Die Mitglieder der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft und auch seine Kolleginnen und Kollegen lernten Wolfgang Schreiber als großen Freund Usbekistans schätzen, der stets mit Rat und Tat zur Seite stand.
Wir werden ihn nie vergessen und er wird immer einen Platz in unserem Herzen bewahren.

Im Namen der Deutsch-Usbekischen Gesellschaft e.V. möchten wir seinen Angehörigen unser herzliches Beileid entbieten.

Dr. Colin Dürkop
Präsident
Deutsch-Usbekische Gesellschaft e.V.